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Glossar

 

Absicht, Absicht, gute Absicht  

Alignment
innere Kongruenz (auf den Logischen Ebenen)

Als ob
Zu tun als ob kann eine nützliche Methode sein, um unbewußte Kräfte und Ressourcen zu mobilisieren; wird im NLP besonders besonders bei der Zieldefinition (S.M.A.R.T.) verwandt. 

Ambiguität
Mehrdeutigkeit; wichtiges Instrument bei einer Trance-Induktion (durch Desorientierung)

Anchor
stacking anchors (Anker stapeln), collapsing anchors (Anker verschmelzen), sliding anchors (gleitende Anker)

Ankern
die Verknüpfung eines Reizes (z.B. Berührung der Schulter) mit einer Stimmung (z.B. Freude), um durch Auslösen des Ankers einen erneuten Zugang zum Erleben zu bekommen

Auditiv
das Hören betreffend, Submodalitäten 

Assoziation
interne Wahrnehmungsposition des "Mit-den-eigenen-Augen-Sehens" 

Augenbewegungen
kennzeichnen unsere internen Verarbeitungsprozesse. Wenn uns beispielsweise jemand nach der Farbe unseres PKWs fragt und wir beim Hören der Frage nach links oben schauen, ist das ein Indiz für die Aktivität des "visuellen Erinnern". Vgl. R.O.L.E.  



Auspacken, Strategie  

Axiome des NLP
Grundannahmen bzw. Glaubenssätze, deren Gültigkeit zwar nicht beweisbar ist, die im NLP aber als Leitlinie und Orientierungsrahmen für die Arbeit mit Klienten vorausgesetzt werden. Die bekanntesten Glaubenssätze: "Die Landkarte ist nicht das Territorium"; "Hinter jedem Verhalten gibt es eine gute Absicht"; "Jeder hat prinzipiell alle Ressourcen für die Veränderungen, die er wünscht". 

B.A.G.E.L.
abgekürzt für Body Posture (Körperhaltung), Accessing Cues (Zugangshinweise wie Atmung, Gesichtsausdruck, Stimmlage und -tempo), Gestures (Gesten), Eye Movements (Augenbewegungen) und Language Patterns (Sprachmuster); ein Modell zur Beschreibung physiologischer Prozesse.

Bedeutungsreframing
Umdeuten eines negativen in einen positiven Sachverhalt (oder auch umgekehrt), Reframing

Beeinflussung, Manipulation 

Belief, Glaubenssätze 

Change History
Verändern der persönlichen Lebensgeschichte "rückwärts" mit Hilfe von in die Vergangenheitssituation eingebrachten Ressourcen.

Chunck, Chunking
Das Organisieren oder Aufteilen einer Erfahrung (eines Glaubenssatzes ...) in kleinere oder größere Teile (Chunks). Beim Chunking Up geht man auf eine höhere, abstraktere Informationsebene. Beim Chunking Down geht man auf eine spezifischere und konkretere Informationsebene. Beim lateralen Chunking sucht man nach weiteren Beispielen auf der gleichen Ebene.

Complex Equivalence
Erkennungsmerkmal, komplexer Schlüsselreiz für meist verdeckt ablaufende Reiz-Reaktions-Muster, Kalibrierte Schleife

Core-Transformation
von Connirae und Tamara Andreas entwickelte Reframingvariante, die davon ausgeht, daß das systematische Hinterfragen eines unangemessenen Verhaltens (und der im Hintergrund vorhandenen "guten Absicht" des verursachenden Teils) beim Klienten den Zugang zu den fünf Core-Zuständen ermöglicht: 1. Ruhe im Sein; 2. Innerer Friede; 3. Liebe; 4. Okay-Sein; 5. Einssein

Desired State, Wunschzustand, State 

Dissoziation
externe Wahrnehmungsposition des "Sich-von-außen- Sehens", z.B. sich selbst im Spiegel beim Rasieren zuschauen.

Downtime
Alle Inputkanäle (Repräsentationssysteme) sind nach innen fokussiert, so daß für das Außen keine Aufmerksamkeit bleibt; Ggs. Uptime

Einwände, Ökologie-Check 

Elizitieren
Vorgehensweise, um z.B. die Submodalitäten abzufragen  

External
äußerlich

Eye Accessing Cues, Augen(zugangs)bewegungen 

Failure into Feedback
von R. Dilts entwickeltes Verfahren, aus Fehlschlägen eine Lernerfahrung (Rückmeldung, um es besser zu machen) zu gewinnen.

Fast Phobia Cure, VK-Dissoziation 

Feedback
Rückmeldung z.B. über das eigene Verhalten, die gesendete Botschaft; essentiell für den Erfolg von Lernprozessen

Flexibilität
eine der Grundfähigkeiten, die NLP vermitteln will: Flexibilität schafft Wahlmöglichkeiten, und je mehr Wahlmöglichkeiten jemand hat, desto größer ist die Chance, daß er seine Ziele erreicht.

Fluff
warme Luft, inhaltsleere Äußerungen, die ein gutes Klima (Rapport) begünstigen und für Trance-Induktionen genutzt werden können.

Frame
Rahmen, in dem ein Signal, eine Kommunikation eine spezifische Bedeutung erhält, Reframing

Future-Pace
eine gefundene Problemlösung an einem imaginären Fall in die Zukunft projizieren, um sicherzustellen, daß sie funktioniert.

Fuzzy Functions
unscharfe Funktionen, z.B. Gedankenlesen ("Ich sehe, du magst mich nicht") oder verzerrte Ursache-Wirkungs-Verkettung ("Sie macht mich wahnsinnig.")

Gedankenlesen
Wahrnehmungsfilter, auf die Verwechslung von Interpretation und Wahrnehmung, Meta-Modell

Geheimtherapie
NLP arbeitet nicht inhalts-, sondern prozeßorientiert. Es ist deshalb bei vielen Problemstellungen von Klienten möglich, sich als Therapeut nur auf die Strategien und mentalen Verarbeitungsprozesse des Klienten einzulassen, während die Probleminhalte nicht zur Sprache kommen. Dadurch gerät der Therapeut auch nicht in Gefahr, mit dem Wertesystem seines Klienten in Konflikt zu kommen oder unfreiwillig "gute Ratschläge" geben zu wollen.

Generalisieren
individuelle Erfahrungen auf eine höhere, abstrakte Ebene projizieren; wird beispielsweise die Aussage: "X mag mich nicht" zu der Aussage: "Alle Menschen mögen mich nicht" generalisiert, führt diese Operation zu einer Verarmung und Reduktion des Erfahrungshorizontes des Betreffenden, Meta-Modell

Glaubenssätze
bestimmen auf übergeordneter (Logischer) Ebene die Verhaltensweisen und Strategien einer Person, z.B. auch ihr Verhältnis zu Krankheit und Gesundheit. Einschränkende Glaubenssätze sind: "Ich bin hilflos"; "ich bin nichts wert"; "alles ist sinnlos".

Gustatorisch
das Schmecken betreffend, Submodalitäten 

Gute Absicht
ein wichtiges Axiom aus den NLP-Grundannahmen: Jedes Verhalten,so bizarr, unverständlich und (selbst)schädigend es auch immer ist, verweist - mindestens für die betreffende Person (und in 2. Instanz für den Kommunikationskontext) - auf eine im Hintergrund liegende "gute Absicht". Durch diese Vorannahme ist es möglich, in ökologischer Weise Handlungsalternativen zu suchen, die diese gute Absicht besser verwirklichen als das alte Verhalten.

Halluzinieren
etwas als wirklich annehmen ohne entsprechende Referenzobjekte; generell nützlich für das Visualisieren von Zielen

Hypnose, Milton-Modell 

Identität
Einheit, eine der Logischen Ebenen

Ideomotorische Bewegungen
unbewußte Körperbewegungen, z.B. Lidflattern

Imprint
Urprogramm, Schlüsselerfahrung, Prägung in der Vergangenheit, die unbewußt gegenwärtige Handlungen steuert, Re-Imprinting

Inkorporieren
äußere Reize bzw. Phänomene in das innere Erleben einbauen, z.B. im Zustand der Trance

Innere Landkarte
Metapher für die Art und Weise, wie Menschen Informationen zu ihrem Modell der Welt zusammenbauen, Meta-Modell

Innerer Berater
spiritueller Führer oder Persönlichkeitsteil mit stark unterstützender Funktion; innere Ressourceperson.

Innerer Dialog
Vergegenwärtigung der inneren Welt: jeder Mensch redet, auch ohne daß er es merkt, fast pausenlos mit sich selbst. Ausnahmen sind meditative Zustände. Hinweise darauf, ob innerer Dialog stattfindet, geben die  Augenbewegungen.

Installation Installation
das Einrichten einer neuen, effizienteren Strategie, z.B. durch Ankern, Future-Pacing

Integration von Glaubenssätzen
eine von R. Dilts entwickelte Methode, um einander widersprechende Glaubenssätze, die für widersprüchliches, wachstumsfeindliches Verhalten verantwortlich sind, im Bewußtsein zusammenzuführen (Auflösen von "Doublebinds")

Intention, Gute Absicht

Internal, innerlich  

Intervention, therapeutisches Eingreifen Intervention, therapeutisches Eingreifen therapeutisches Eingreifen  

In Time
Ein Teil der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft befindet sich entweder innerhalb oder hinter der Person; Gegensatz Through Time; vgl. auch Time-Line

Kalibrieren
Sich durch genaues Beobachten auf die Physiologie und Reaktion seines Gegenübers einstellen, um festzustellen, welche äußere Reaktionen welches innere Erleben widerspiegeln.

Kalibrierte Schleife
konditioniertes Verhaltensmuster zwischen Personen, das meist unbewußt abläuft (z.B. durch Reizworte getriggert)

Kernintention
Begriff aus dem Core Transformation Process nach Connirae & Tamara Andreas (dt. Der Weg zur inneren Quelle. Junfermann 1995). Zur Kernintention stößt man vor mit der Frage: Wenn du (gemeint ist ein Persönlichkeitsteil) das erreicht hast, was du willst, was willst du damit eigentlich - was ist noch wichtiger? Am Ende dieser Kette steht dann ein Zustand, wo nichts anderes mehr zu erreichen ist - ein spiritueller oder Seinszustand (wie Harmonie, innerer Friede, Geborgenheit etc.). Von der Methodik her gehört dieses Format zu den Reframings.

Kinästhetisch
das Fühlen betreffend, im NLP das gesamte Spektrum der äußeren und inneren Körperempfindungen einschließlich der Befindlichkeit oder Stimmung, Submodalitäten

Kongruenz, kongruent
Zustand des mit sich selbst Übereinstimmens (Verhalten, Strategien, Glaubenssätze); eine wichtige Voraussetzung für Glaubwürdigkeit und Effizienz.

Kontextreframing
Vorgehensweise, bei der ein unerwünschter oder negativ empfundener Sachverhalt in einen neuen, positiven Zusammenhang gestellt wird,  Reframing.

Kontextualisierung
Überprüfen, ob die Reaktion / Physiologie situationsgerecht ist.

Leading
Führen: den anderen im Zustand des Rapports zu einer anderen inneren Haltung oder Verhaltensweise bewegen

Leitsystem
Sinneskanal, über den jemand interne Informationen abruft; vgl. Repräsentationssystem

Logische Ebenen
ein auf Russell und Whitehead zurückgehendes, von Bateson aufgegriffenes und von R. Dilts weiterentwickeltes Konzept des Lernens, Verhaltens und Verstehens; jede übergeordnete Ebene organisiert die Informationen der jeweils darunter liegenden Ebene - logisch wie neurologisch.

Manipulation
bisweilen geäußerter Vorbehalt gegenüber NLP, andere gegen ihren Willen und zu ihren Ungunsten zu beeinflussen. Nach dem Selbstverständnis seiner Entwickler geht es im NLP aber um positive Manipulation, d.h. so flexibel zu kommunizieren, daß man von seinen Gegenüber die gewünschte Reaktion erhält. Deshalb heißt es bei Bandler sinngemäß auch: man kann nicht nicht manipulieren; jede Kommunikation ist eine - mehr oder weniger gut gelingende - Beeinflussung des anderen im Sinne des gegenseitigen Verstehens.

Matchen
den Ausdruck einer anderen Person, ihren Stil, ihre Ausdrucksweise bewußt treffen, um Rapport herzustellen

Meta-Ebene
logisch übergeordnete Ebene

Meta-Mirror
eine von R. Dilts entwickelte Problemlösungstechnik, die auf dem Wechsel von Wahrnehmungspositionen und Perspektiven beruht. Diese Technik läßt sich immer dann mit Gewinn anwenden, wenn das Problem durch eine persönliche Konfliktsituation (Streit / Kommunikationsprobleme mit einer anderen Person) entstanden ist. Dadurch, daß der Betreffende abwechselnd in die eigenen und in die Schuhe des anderen schlüpft, sich selbst und den anderen von außen beobachtet, gewinnt er die mentale Flexibilität für andere Verhaltens- und Kommunikationsweisen.

Meta-Modell
ein auf der Transformationslinguistik basierendes, von Bandler und Grinder weiterentwickeltes Konzept, das auf einer therapeutisch relevanten Unterscheidung von Oberflächen- und Tiefenstruktur der Sprache basiert. Anhand sprachlicher Muster und Ausdrucksformen in der Oberflächenstruktur der Sprache können typische Einschränkungen in der Wahrnehmungs- und Erlebniswelt des Klienten entdeckt und aufgehoben werden.

Meta-Position, Meta-Position, Wahrnehmungspositionen

Metapher
bildhafter Ausdruck, in dem das Bezeichnende (z.B. das Haupt der Familie) in keinem direkten inhaltlichen Bezug zum Bezeichneten (dem Vater) steht; mit metaphorischen Sprachmustern (Geschichten-Erzählen) wird bevorzugt im Milton-Modell gearbeitet  

Metaprogramm
Steuerprogramm; logisch übergeordnetes Programm, das unser konkretes Verhalten steuert; enthält die Konstruktionsprinzipien, nach denen wir unsere Strategien aufbauen

Milton-Modell
nach einem der bekanntesten Hypno-Therapeuten (Milton Erickson) von Bandler u.a. entwickeltes Verfahren zur Trancearbeit. Meta-Modell und Milton-Modell verhalten sich dabei wie zwei Seiten ein und derselben Medaille. Das Milton-Modell ermöglicht es, in der Veränderungsarbeit mit anderen, bewußt vage und unbestimmt zu bleiben. Dadurch bringt man den Zuhörer dazu, die Leerstellen bewußt mit inneren Erlebnisinhalten aufzufüllen

Mixed-State-Kommunikation
Eine Möglichkeit der Trance-Induktion, bei der keine aufwendige einleitende Trancearbeit geleistet werden muß: Der Therapeut richtet seinen Blick etwa fünf Zentimeter hinter die Augen seines Klienten und spricht direkt sein Unbewußtes an: "Du, Peters Unbewußtes, kannst ja nur darüber lachen, wie Peter die ganze Zeit .... tut. Und ich glaube, wir müssen einige Dinge ändern, oder?" Der Klient respektive das Unbewußte des Klienten wird nicken, und man hat die Kommunikation mit dem Unbewußten des Klienten sehr schnell etabliert.

Modellieren
Verfahren im NLP, um erfolgreiche Strategien und Verhaltensmuster anderer für die eigene Arbeit nutzen zu können. Das Ergebnis besteht darin, es fortan so machen zu können wie der Modellierte; wichtig zum Aufbau von Ressourcen

Moments of Excellence
einer derjenigen Momente im Leben eines Menschen, die er als besonders großartig und kraftvoll erlebt(e); auf ein solches Erleben wird im NLP immer dann zurückgegriffen, wenn für den Klienten Ressourcen mobilisiert werden müssen.

Multimind
neueres, modulares Gehirnmodell, das auf den Arbeiten von M.S. Gazzaniga (Das erkennende Gehirn. Entdeckungen in den Netzwerken des Geistes, Paderborn 1989) und R. Ornstein (Multimind. Ein neues Modell des menschlichen Geistes, Paderborn 1989) basiert. Der Hauptaspekt beruht auf einem struktural-hierarchischen Verständnis des Gehirns: Es gibt keinen "Geist", keinen übergeordneten Koordinator, sondern eine situations- und kontextspezifische Aktivierung von Gehirnteilen, den "Talenten" oder "kleinen Geisten".

NLP
abgekürzt für Neuro (alle Verhaltensweisen und Wahrnehmungen werden im Gehirn durch neuronale Verschaltungen repräsentiert), Linguistisches (wir können mittels Sprache darüber kommunizieren) Programmieren (wir können diese Verschaltungen - wiederum mittels Sprache - umprogrammieren und so Veränderungen im Verhalten und in unseren Wertmaßstäben erreichen).

Nominalisierung, Verzerrung 

Nonverbal
den nichtsprachlichen oder körperlichen Ausdruck einer Kommunikation oder eines Verhaltens

Oberflächenstruktur, Meta-Modell, 

Ökologisch, Ökologie-Check
Verfahren, das sicherstellt, daß die gewünschten Änderungen im Verhalten oder in den Glaubenssätzen mit unserer gesamten Lebenssituation verträglich sind. Im Öko-Check werden Einwände gegen geplante Veränderungen behandelt. In einem Reframing können Einwände als verdeckt formulierte positive Absichten verstanden werden.

Olfaktorisch, das Riechen betreffend, Submodalitäten 

Overlapping
Überlappen; eine wichtige Variante des Pacens und Leadens, bei der man zunächst in das bevorzugte Repräsentationssystem des Klienten "einsteigt", um dann in die anderen Systeme zu wechseln. Der Wechsel geschieht an Schnittpunkten , wo ein Repräsentationssystem fließend in ein anderes übergehen kann ("das Rauschen der Blätter hören - sehen - spüren").

Pacen
Spiegeln; ein Verfahren zur bewußten Herstellung von Rapport, indem man sich sprachlich oder nichtsprachlich dem Ausdruck, der Verhaltensweise einer anderen Person angleicht, ohne diese jedoch auffällig zu imitieren

Parts Party
Technik (Ritual) zur Integration unterschiedlicher, evtl. konfligierender Persönlichkeitsteile. Ursprünglich von Virginia Satir entwickelt, wird sie im NLP bevorzugt beim Reframing eingesetzt.

PeneTrance
ein von Thies Stahl entwickeltes Interventionsmuster (Modell), um Veränderungsziele bei Klienten klar definieren und umsetzen zu können.

Peripherer Blick
defokussierte Augenstellung, mit deren Hilfe man in einem breiten (weichen) Sehfeld gut die Physiologien anderer beobachten kann; gut für unauffälliges Beobachten  

Phobietechnik. VK-Dissoziation

Physiologie
sinnlich wahrnehmbare Zustände (B.A.G.E.L.) im Verhalten eines Menschen. Grundlegende Zustände sind: Problemphysiologie (z.B. blasse Hautfarbe, asymmetrische Haltung, Blick nach links unten), Versöhnungsphysiologie (der Betreffende kann sein Problem würdigen) und Zielphysiologie (der Betreffende stellt sich vor, wie es ist, das Problem gelöst zu haben)

Physiologie-Check
genaues Beobachten der Physiologie eines Klienten vor, während und nach einer Intervention zur Feststellung des jeweiligen inneren Zustands.

Platform-Skills, Präsentationsfähigkeiten, 

Position, Wahrnehmungspositionen 

Positive Absicht
einer der zentralen Glaubenssätze des NLP: Hinter jedem Verhalten kann eine nicht notwendigerweise auch realisierte Absicht stecken, die im Lebenshorizont des Betreffenden als eigentlich sinnvoll und vital begriffen werden kann.

Programm
(Verhaltens-)Muster, das aus einer Interaktion von Gehirn, Sprache und Körper resultiert

Rapport
miteinander in Kontakt sein; eine der zentralen Voraussetzungen für die erfolgreiche NLP-Arbeit mit Klienten. Rapport kann z.B. durch Pacen hergestellt werden. 

Reframing
Umdeuten; eine der bekanntesten Problemlösungstechniken im NLP. Reframings sind der Versuch, auf einer logisch übergeordneten Ebene (Meta-Ebene) den Klienten zu einer kreativen Veränderung seiner Situation anzustiften. Grob lassen sich alle Reframings in inhaltliche oder  Bedeutungsreframings, Kontextreframings und inhaltsfreie (strukturelle) Reframings wie z.B. das Six-Step-Reframing oder das Verhandlungsmodell unterteilen.

Re-Imprinting
Vorgehensweise im NLP, um - aus Sicht des Klienten - unangenehme, schmerzhafte Vergangenheitserlebnisse (Prägungen) rückgängig zu machen. Prägungen finden auf unterschiedlichen (biologisch, soziale Umwelt, Glauben und Werte) Ebenen statt. Eine Prägung kann sich zum Beispiel ausdrücken in dem Satz: "Ich bin ein dummer Mensch." Im NLP kann man jetzt auf der Meta-Ebene mit dem Klienten arbeiten, um ihn die Fragen klären zu lassen: "Wodurch bin ich so geworden, wie ich bin?" und: "Kann ich mich auch anders / besser sehen?"

Repräsentationssystem
Sinneskanal (visuell, auditiv, kinäthetisch, olfaktorisch, gustatorisch), Submodalitäten

Requisite Variety
Gesetz aus der Kybernetik: In einem komplexen, interaktiven System hat das Element mit der größten Verhaltensvariabilität letzten Endes die Kontrolle über das Gesamtsystem: ein Hinweis darauf, daß es besser ist, mehr Wahlmöglichkeiten zu haben als weniger (Gesetz der erforderlichen Vielfalt).

Ressourcen
Möglichkeiten oder Kraftquellen, die eine Person mobilisieren und sich zugänglich machen kann, um Ziele zu erreichen; nach NLP trägt jeder prinzipiell alle Ressourcen, die er zu seinem persönlichen Wachstum braucht, schon in sich - es kommt nur darauf an, sie zu aktivieren ("mit seinen Pfunden zu wuchern")

R.O.L.E.
die Abkürzung für Repräsentationssystem, Orientierung, Links (Verbindungen) und Effect. Mit Hilfe dieses Modells ist es möglich, die wichtigsten Elemente des strategischen Denkens / Verhaltens zu erfassen. Die Elemente, mit denen eine Strategie notiert wird, sind:

ex = external; i = internal; Ve = visuell erinnert; Vk = visuell konstruiert; Ad = auditiv digital; Ae = auditiv erinnert; Ak = auditiv konstruiert;
K = kinästhetisch; exit = Abschluß einer Strategie; -> kongruente Reaktion.

Beispiel für die Notation einer Strategie: Vex -> Ve -> Ki  (z.B. für "Wenn ich das so sehe und mich daran erinnere, wie es einmal ausgesehen hat, dann fühle ich mich wohl.")

Satir-Kategorien
von der Familientherapeutin Virginia Satir beschriebene Reaktionsmuster, die eine Person mit gering ausgeprägtem Selbstwertgefühl in der Kommunikation mit anderen benutzt, um einer drohenden Ablehnung zu entgehen. Die klassischen Typen sind: Placater (Beschwichtiger), Blamer (Ankläger), Computer (Rationalisierer) und Distracter (Ablenker)

S.C.O.R.E.
steht für Symptoms, Causes, Outcomes, Resources und Effects und ist wie S.O.A.R. ein Problemlösungsmodell, das die Schritte umfaßt: Problemaspekte (S) beschreiben; Gründe dafür (C) finden; gewünschten Zustand (O), der statt dessen erreicht werden soll, definieren; Ressourcen (R), die für die Zielerreichung genutzt werden können, aktivieren und längerfristige Auswirkungen (E) berücksichtigen

Sekundärer Gewinn
unbewußte Vorteile eines Problemverhaltens, kann im Teile-Modell des NLP gut bearbeitet werden (Reframing)

Separator
unerwartetes Signal, plötzlicher Reiz, der ein Kommunikationsmuster oder einen physiologischen Zustand gezielt unterbricht

Six-Step-Reframing
strukturelle, inhaltsfreie Form des Reframings in sechs Schritten:
1. Problemverhalten bestimmen;
2. Kommunikation mit dem Teil aufnehmen, der für das Problem verantwortlich ist;
3. positive Funktion des Problemverhaltens erkennen, würdigen;
4. im Kontakt mit dem eigenen kreativen Teil eine andere Lösung suchen und abstimmen;
5. mögliche Einwände berücksichtigen (Öko-Check);
6. Verantwortung übernehmen für die Zukunft (Future-Pace)

Sleight of Mouth
sprachlicher Kunstgriff, durch den eine Aussage, z.B. ein Glaubenssatz eines Klienten, durch eine andere Kontextualisierung, eine Begriffsverschiebung, ein Chunking (up or down) oder durch das Einordnen in eine andere Kriterienhierarchie relativiert bzw. subtil verändert wird

S.M.A.R.T.
steht für Sinnesspezifisch, Meßbar, Als ob / attraktiv, Realistisch, Terminiert und ist ein Modell, für die angemessene Formulierung von Zielen

S.O.A.R.
steht für State, Operator And Result; Beschreibungsmodell, das à Logische Ebenen, à Wahrnehmungspositionen und Zeitlinie (Time-Line) umfaßt

Sorting, Sorting Styles
Verfahren, um Informationen einzuordnen bzw. zu reorganisieren; Sorting Styles sind die Mechanismen oder Kriterien (Filter), nach denen diese Daten in einer bestimmten Reihenfolge oder Rangfolge sortiert und abgelegt werden, vgl. Metaprogramme

Squash, visueller S.
vereinfachtes, dem Verhandlungsreframing ähnelndes Verfahren, mit deren Hilfe auf symbolische Weise konfligierende Werte oder Glaubenssätze integriert werden können: z.B. durch Visualisieren der konfligierenden Teile in den beiden Handflächen und ihrem abschließenden zu einer Verschmelzung führenden Zusammenbringen

Strategie
spezifisches, regelbasiertes Vorgehen / Verhalten, R.O.L.E.

State
Zustand, Physiologie

Strukturelle Äquivalenz
Analogie zwischen dem Problemlösungsprozeß eines Klienten und der Ablauflogik einer Metapher bzw. Lehrgeschichte

Stuck State
Zustand des Blockiertseins; dem anderen fällt "absolut" nichts mehr ein, der Zugang zu den eigenen Ressourcen ist blockiert, Physiologie

Submodalitäten
Art und Weise, wie sinnesspezifische Eindrücke repräsentiert / klassifiziert werden können. Die Submodalitäten werden durch Fragen elizitiert: "Was siehst du? Ist es nah oder fern? Welche Farbe? ..."

Swish
Vorgehensweise, mit der sehr schnell Verhaltensänderungen herbei geführt werden können: Ein unangenehmes oder problematisches Verhalten wird durch Submodalitäten konkretisiert, d.h. meistens an ein Bild gebunden, und dann durch ein anderes, positiveres Bild ersetzt; der Wechsel zwischen Auslösebild und Zielbild erfolgt durch ein schnelles Übereinanderblenden, wobei das Auslösebild kleiner und dunkler wird und im Zielbild verschwindet.

Synästhesie
das Verschmelzen von Sinneseindrücken aus verschiedenen Repräsentationssystemen, z.B. Klänge sehen, Töne empfinden ...

Teile
im NLP gebrauchte Metapher, um diejenigen Verhaltensweisen oder Programme ansprechen zu können, die für das Problem eines Menschen verantwortlich sind; z.B. kann man einen kreativen Teil aufsuchen, der uns Lösungen finden läßt.

Through Time
Die individuelle Zeitlinie mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft befindet sich im Gesichtsfeld der Person; Gegensatz: à In Time; vgl. à Time-Line

Tiefenstruktur, Meta-Modell 

Tilgung
ein Prozeß, in dem die Welt gefiltert oder selektiv wahrgenommen wird; typisch für eine Tilgung ist der Satz: "Ich fürchte mich"; in diesem Satz ist das Objekt (das Wovor) getilgt. Mit der Tilgung gehen Einschränkungen im Verhaltensrepertoire des Klienten einher, die durch sprachliche Rekonstruktion (Therapeut: "Sie fürchten sich wovor?") präzisiert und eventuell aufgehoben werden können, Meta-Modell

Time-Line
Zeitlinie, gemeint ist die innere Repräsentation der Lebenszeit eines Menschen: die Art und Weise, wie der Betreffende seine Zeit sieht, (z.B. die Zukunft nach rechts vorn verlaufend, die Vergangenheit nach links hinten). Die Zeitlinie wird in der therapeutischen Situation u.a. dazu benutzt, um mit dem Klienten diejenigen Punkte in der Vergangenheit abzuschreiten, die für das Problemverhalten ursächlich waren.

T.O.T.E.
steht für die Versuch- und Irrtum-Schleife "Test-Operate-Test-Exit", die jeder Lernerfahrung zugrunde liegt.

Trance
Zustand der nach innen gerichteten Aufmerksamkeit (Alpha- Zustand), Milton-Modell

Transderivationale Suche
Der Prozeß des Durchsuchens der gespeicherten Erinnerungen und geistigen Repräsentationen, um die Referenzerfahrung zu finden, aus der ein derzeitiges Verhalten oder eine Reaktion entstanden ist. Die transderivationale Suche wird durch eine Kommunikationsweise angeregt, die den Zuhörer dazu bringt, einen zusätzlichen Bedeutungszusammenhang mit dem Gehörten zu generieren, um ihm (mehr) Sinn zu geben; z.B. veranlaßt der Satz: "Menschen welche? ich? können lernen, viel mehr Freude als gegenwärtig? als ich zur Zeit? zu empfinden" den Empfänger dazu, die unvollständige Oberflächenstruktur bewußt oder unbewußt in bezug auf seine eigene Erfahrung zu ergänzen.

Trigger
Auslöser für ein bestimmtes Verhalten oder Programm

Unbewußtes
eine Vorannahme (Modell) im NLP für diejenigen physischen und geistigen Prozesse im Leben eines Menschen, auf die er keinen oder nur einen sehr eingeschränkten Zugriff hat. Der Nutzen dieses Modells besteht darin, den Glauben des Klienten an die Macht, Kreativität und Hilfe des Unbewußten so weit zu stärken, daß er damit die für ihn notwendige Veränderungsschritte einleiten kann, z.B. mit Hilfe von Reframings.

Unscharfe Funktionen, Fuzzy Functions 

Uptime
sich mit allen Repräsentationssystemen im Jetzt-Zustand befinden

Utilisieren
sich etwas zunutze machen ( z.B. den "Widerstand" eines Klienten), um die gewünschte Veränderung herbeizuführen

VAKOG
Kurzbezeichnung für das verfügbare Ensemble an  Repräsentationssystemen (Visuell-Auditiv-Kinästhetisch-Olfaktorisch-Gustatorisch)

Verzerrung
Verarmungsstrategie, bei der fortlaufende Prozesse als Ereignisse repräsentiert werden, z.B. durch Nominalisierung eines Prozeßwortes wie Entscheidung: "Ich fürchte mich vor meiner Entscheidung." Ein verzerrtes Modell kann durch Nachfragen, z.B. "Wie haben Sie es gemacht, sich so und nicht anders zu entscheiden?", korrigiert werden. Eine Nominalisierung z,B, kann durch die Frage: "Kann man es in eine Schubkarre tun?" (Bandler) entdeckt werden.

Verhandlungsmodell
zählt zu den inhaltsfreien à Reframings und wird dann angewendet, wenn beim Klienten zwei oder mehr Teile konfligieren und dadurch beim Klienten ein Problemverhalten induzieren. Unter Anleitung des Beraters oder Therapeuten geht der Klient in Trance (Milton-Modell) und "verhandelt" dort mit seinen am Problemverhalten beteiligten Persönlichkeitsteilen.

VK-Dissoziation
auch Phobietechnik genannt; durch eine Entkopplung von  gefühlsmäßigen und z.B. visuellen Sinneswahrnehmungen durch Dissoziation können unangenehme oder unangemessene Gefühlsreaktionen "entstreßt" und aufgelöst werden.

Visuell, das Sehen betreffend, Repräsentationssystem 

Wahrnehmungspositionen
Standpunkt oder Sichtweise auf ein Problem. Die erste Position nimmt jemand ein, der die Welt assoziiert, d.h. aus seiner eigenen Brille sieht und erlebt. In der zweiten Position befindet er sich, wenn er sich selbst mit den Augen eines beteiligten anderen sieht. In der dritten Position erlebt sich der Betreffende, wenn er von außen (dissoziiert), d.h. mit den Augen eines unbeteiligten Dritten, sich und den beteiligten anderen wahrnimmt. Die Meta-Position geht noch einen Schritt weiter in die Dissoziation: Ich beobachte, was jemand in der 1., 2. oder 3. Position wahrnimmt.

Walt-Disney-Strategie
eine von R. Dilts entwickelte Kreativitätsstrategie, die darauf abzielt, die maßgeblichen Rollen im kreativen Prozeß: den Träumer - den Realisten - den Kritiker, auf einer höheren Ebene zu synthetisieren (koordinieren)

Wertsysteme
Wertsysteme sind meistens um eine Kernintention geordnete Vorstellungen von dem, was im Leben des einzelnen wichtig und existentiell bedeutend ist oder nicht. Ein Wertsystem, das im NLP eine gewisse Bedeutung (über T. James / W. Woodsmall. Time-Line) erlangte, ist das von Claire Graves. Sie postuliert ein siebenstufiges Entwicklungsmodell:

1 Überleben (Erhalten der physiologischen Stabilität auf der Umweltebene)

2 Stammesleben (Das Selbst opfert sich für Stamm und Häuptling)

3 Redneck (Jetzt leben - zum Teufel mit den anderen)

Gesetze (Das Selbst ist Regeln und der Systemstabilität verpflichtet)

5 Materialismus (Der Wert des Selbst bemißt sich nach seinem wirtschaftlichen Er folg)

6 Idealismus und Engagement (Das Selbst opfert sich für die "gute Sache" bzw. für andere)

7 Existenz (Das Selbst reflektiert und handelt systemisch bzw. ganzheitlich)

Win-Win-Strategie
Modell aus dem Konfliktmanagement, wo es darum geht, eine Situation zu schaffen, bei der "faule Kompromisse" vermieden und alle Beteiligten zu "Gewinnern" werden; nützlich auch im Verhandlungsmodell des NLP, Reframing

Ziel
im NLP eine der wichtigsten Vorstellungen überhaupt. Ein Ziel sollte von der betreffenden Person selbst erreichbar, positiv formuliert, ohne Vergleiche und vor allem sinnesspezifisch konkret sein und die richtige Chunkgröße aufweisen. Charakteristisch für NLP ist immer die Frage: "Was willst du statt dessen?", um den Klienten von seiner Problemverhaftung zu befreien.

Zitate
Zitate dienen dazu, einem Gesprächspartner indirekt etwas zu sagen, ohne dafür die konkrete Verantwortung (Beweislast) übernehmen zu müssen.